pappbox mit sandler zines aufgetaucht:

alle drei ausgaben (eins, zwei, drei). stückpreis 1€. will jemand?

bandsalat*//dermixtapetauschring

das leben zwischen zwei stühlen, ich habe es geschmeckt: eingedrückt zwischen p2p-programme und magnetbänder, erschlagen vom überangebot und gelangweilt von der überschaubarkeit der zur verfügung stehenden musikalischen ressourcen. aber man wird doch wenigstens noch romantisieren dürfen.

man fand sich zu einer zeit zusammen, in der man an für spezialjugendliche kompatible alben und songs nur über abenteuerliche wege kam ( da gibts einen, der kannte jemanden, der nen invaliden cousin hat, der im krieg war……so kam ich z.b. an dieses zeitlose meisterwerk), und gleichzeitig in der plattenbaubude des bruders per modem auf kazaa 56kbit-deutschpunk geladen hat. man sog jeden dreck auf und runter und bannte das dann auf audiokassetten. mixtape ist der begriff hierfür. es entstanden ziemlich gehandicapte, wahnwitzige zusammenstellungen, um später per kassettenrekorder alles was beim saufen im park an zusätzlichen geräuschen nervt übertönen zu können. sum 41 und fear of god. minor threat und s.i.k.. schleim-keim kreuzen disrupt und fool’s garden plärren auf einer seite mit hybris, amen 81 und jbo über ihren scheiss zitronenbaum. echt absturz also, aber in der retrospektive gesehen blahblah nee ich nerv jetzt nicht mit irgendnem früherwarallesbessergelaber. dann lieber nochmal uropas kriegstagebücher lesen. der lümmel hat coolerweise den westwall mitkonstruiert und da gabs vermutlich nichtmal grammophone.

rational gesehen ist die mp3 der kassette natürlich haushoch überlegen. aber es is ja auch mal schön, ein in stundenlanger mühevoller (und zumeist nerviger) kleinstarbeit entstandenes produkt in den händen zu halten. ne datei im ordner ist leichter zu bedienen, sieht aber auch brutal beschissen aus.

worauf ich eigentlich hinaus will:
es gibt seit einiger zeit dieses mixtapelabel namens bandsalat*. und da wird sich redlich mühe beim individuellen erstellen gegeben, extra angefertigte holzboxen sind keine seltenheit. hier brennt jemand für eine sache und ist noch nicht völlig abgestumpft, das ist schön zu sehen.

also ihr scheißpenner: schreibt bandsalat* doch mal an und macht einen tauschhandel klar. oder noch besser, seid das erste glied der kette. das ist längerfristig gesehen erfüllender, als auf ein neues die statusmeldung zu aktualisieren oder mit dem smartphone vorm spiegel den aufstand zu proben oder in endlosschleife fotos der ex-freundin anzustarren und in tränen auszubrechen.

mixtapes sind kein threat aber immernoch eine schöne geste. real talk!

nairobi five degree #03

nairobi five degree #03
a5 // 42 seiten // deutschsprachig // 2012

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seit einiger zeit ist dann auch endlich der nächste wurmfortsatz des NAIROBI FIVE DEGREE genies karlo karriere (glas-wasser-theorie) unter dach und fach. warte, wie nennt man das nochmal? per-zine oder irgendwie so, genau. gäben wir jemals einen fick auf diese bezeichnung, die dritte ausgabe würde dieser gerecht werden.

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es werden bukowskieske arbeitserfahrungen (respekt @ c., ich habs da nur für zwei nächte ausgehalten) gesammelt, wohnzimmerinterviews mit SIGFRIED & ROID RAGE und DEAD HAND geführt, danach fotografiert man sich noch ein wenig durch das derzeit völlig zu unrecht gehypte leipzig (bitte sucht euch einen anderen ort zum studieren aus, bitte), und gegen ende wird das ganze ins bekannt-beliebte nfdlayout verpackt.

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leider finden sich in der obligatorischen playlist MERCHANDISE wieder. c. du kannst mich mal kreuzweise, ey die sind doch nuuuur scheisse.

aber trotzdem über coming-up-for-air[at]web.de oder dem unvergleichlichen fill my head-netzladen zu beziehen.

kleines, eher unspektakuläres update:

hab mal die linkliste überarbeitet. ein paar sachen, die entweder längst tot sind oder die ich nicht mehr verfolge, rausgenommen, dafür neues eingefügt. und es geht nicht zwangsläufig nur um zines.
ich wünsche freudiges surfen, aber bitte verantwortungsbewusst.

podcastübertod zum sonntag:

a handful of dresdner scumbags griffen vor einiger zeit meine kindheitsträumerei, ein richtig geiler radiomoderator der alle frauen der welt vors mikro und danach vor den traualtar zerrt zu werden, auf und setzen sie nun charmant um. das ganze nennt sich hornstrecke, liegt auf blogspot. und wenn man da mal weiter rumschaut, findet man gar noch mehr, nämlich keinen downloadblog sondern – besser – gesammelte texte diverser musikstücke von punk- und hardcoregruppen. für vinylverachtende cyberpunks mit attitüde ein freudenfest. ein link dahin.
eine neue sendung, die nummer dreizehn, wurde am heutigen tage eingebettet. aber sieht man ja selbst, wenn man sich da erstmal hingeklickt hat.
und ach so na klar, moderieren tun da alex und thomas (damals hier, heute zeitgemäßer), zwei dresdner sozialarbeiter mit abstiegstendenzen.

desweiteren haben die stumpfen stotteraffen von enorm in form (wir erinnern uns) mittlerweile eine zweite folge nachgeschoben. heil hören. einmal im monat wollen die das wohl machen, in zukunft also öfter (ich glaube nicht an fade mayakalender, aber an anthrax, aids und a-bomben).

letzte nacht wurde übrigens die uhr um eine stunde zurückgestellt. nur so nebenbei, damit ihr nicht zu spät in eure vorlesungen schlurft.

zwei ältere kalter kaffee #01 reviews:

das randgeschichten fanzine entlarvt meine minderwertigkeitskomplexe (aber wo bitteschön schrieb ich jemals was von wegen emanzipation? kotz.),

das plastic bomb magazin machts richtig und liest erst gar nicht rein.

„nimm den tumor mit humor“

enorm in form: neuer podcast aus und gegen leipzig mit schwerpunkt hardcore punk und abgestandenem scheissgelaber. ab jetzt jeden monat 1x.

enorm in form

einige ausgewählte kritiken:

„schöne radiostimme“

„viel zu viel rumgestottere! aber die musik war gut.“

„a lesson in punk! gut recherchierte infos!“

„das hat jedenfalls mehr drive als mein derzeitiges leben.“