ein leben im gestern: flatline #03

flatline #03
a4 // 84 seiten // deutschsprachig // 1997

aufgefallen ist mir gleich die hohe interviewdichte. persönliche kolumnen und politartikel [unter anderem über aussageverweigerung und „alternative finanz-systeme“ – gääääähn hoch zehn.] wechseln sich ständig mit interviews von z.b. LOS CRUDOS, PROPAGANDHI, TOCOTRONIC und dem macher des egozines HEADSPIN ab. einen artikel über AMEN 81 gibts auch, ich mag die ja.

dazu ist das heft vollgeballert mit wirklich vielen reviews von guten und schlechten bands. am coolsten fand ich wohl, dass der macher EMBRACE und popmusik aus den 80ern abfeiert, das zieht sich echt durchs ganze heft. kompliment. es werden sogar textpassagen von madonna abgedruckt und das ist sehr erfrischend, zumindest, wenn man keine OI POLLOI und DIS-CLONE lyrics mehr sehen kann.
tolle idee auch, auf der letzten seite DAWNBREED autogrammkarten inkl. steckbriefe der mitglieder beizulegen, haha.

im schulnotensystem würde das zine eine 2- von mir bekommen, und das begründe ich wie folgt: es gibt wirklich eine menge zu lesen. das heft ist sehr dick und nahezu jede seite hat richtig viel zum lesen parat. der schreibstil des machers ist sehr angenehm, lässt sich schön flüssig lesen. das layout ist auch ganz gut, nicht zu steril, hier hat jemand mühe, zeit und herzblut reingesteckt. abzüge gibts für den hippiesken weltverbessereranspruch, sowas langweilt einfach hart.

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